Shetland

Samstag 6. September 2025

 

Wir fahren heute Richtung Süden zur Tombolo beim St. Ninians Isle Beach. Eine Tombolo ist ein durch die Wellenbewegung geformter Sandstreifen, der zwei Landmassen miteinander verbindet. Der 500 Meter lange Sandstreifen bei St. Ninian wird von Wellen aus zwei entgegengesetzten Richtungen beeinflusst. Er verbindet die Insel St. Ninian mit dem Festland von Shetland. Die Tombolo bei St. Ninian’s Isle besteht hauptsächlich aus Muschelsand. Seine symmetrische, geschwungene Form ist besonders von oben beeindruckend. Die meisten Monate des Jahres ist die Tombolo trocken, im Winter kann sie jedoch teilweise überflutet sein. Die Tombolo ermöglicht den Zugang zu St. Ninian’s Isle, wo sich die Ruinen einer Kapelle befinden. 1958 entdeckte ein Schüler aus Lerwick hier einen Schatz an keltischem Silber, der vermutlich von Mönchen vor Wikingerüberfällen versteckt worden war. Die Tombolo entsteht durch das gleichzeitliche Aufbrechen der Wellen entlang seiner Länge, was zu symmetrischen Stränden im Norden und Süden führt. Die Tombolo bildete sich als der Meeresspiegel nach der letzten Eiszeit anstieg, und die Kräfte, die ihn formten, wirken bis heute. Im Winter wird Sand aus der Mitte weggespült und an den Enden abgelagert, im Sommer geschieht das Gegenteil. Bei Ebbe ist die Tombolo bis zu 70 m breit, bei Flut kann die Mitte überflutet sein. Wir parkieren unser Fahrzeug und wandern über die Tombolo zur St. Ninians Isle und dort zuerst der Westküste entlang Richtung Norden. 

Karte und Bilder können durch anklicken vergrössert werden

Langsam fahren wir wieder Richtung Norden zu unserem Häuschen. Dies allerdings nicht auf dem direkten Weg. Wir zweigen ab nach Hoswick. Im Hoswick Visitor Centre machen wir eine kurze Rast bei einem Kaffee. Anschliessend gehen wir zum Hoswick Beach. Dies ist nicht der Start einer Wanderung, sondern dient Edith dazu, eventuell ihre Sammlung von Steinen zu erweitern.

Karte und Bilder können durch anklicken vergrössert werden

Nochmals ein kleiner Abstecher, bevor es nach Hause geht. Wir fahren zur Ortschaft Noness. Ortschaft ist vielleicht für unsere Begriffe einwenig übertrieben. Es handelt sich hier nur um ganz wenige Häuschen. Ob sie tatsächlich alle noch bewohnt sind weiss ich nicht. Die Gegend ist sehr wild. Aber genau nach unserem Geschmack.

Karte und Bilder können durch anklicken vergrössert werden

Nun geht es nach Hause. Wieder nach einem ereignisreichen Tag. Morgen sind keine grossen Aktionen mehr geplant. Es geht ums Einpacken und reisefertig machen, denn am Montag reisen wir ab.

Karte kann durch anklicken vergrössert werden

Edith Muff / Karl Weibel

Winzerweg 11

4123 Allschwil